Bauleitplanung für den Chemiestandort Schkopau

Für das Chemieunternehmen Dow in Schkopau haben Astrid Friedewald, Hildegard Ebert und Anke Strehl die Pläne zur Neuordnung des Werksgeländes entwickelt. Als Projektmanagerin oblag es Astrid Friedewald, alle am Projekt beteiligten Kommunen, Planer und Fachgutachter zu koordinieren. Ziel war es, einen modernen Standort der chemischen Industrie zu entwickeln. Dabei wurden auch Flächen einbezogen, die bislang nicht zum Werksgelände gehörten.

Da sich die Betriebsflächen auf vier Gemeinden in verschiedenen Verwaltungsgemeinschaften und Landkreisen erstreckten, wurde zunächst eine gemeindeübergreifende Rahmenplanung erarbeitet. Sie bildete die Basis, auf der die Gemeinden dann ihre Flächennutzungs- und Landschaftspläne erstellten.

Das Chemieunternehmen Dow ist an einem der bedeutendsten Chemiestandorten Mitteldeutschlands, dem ehemaligen Buna-Werk ansässig. Bei dem Standort handelt es sich um eine seit den 30er Jahren gewachsene Nachbarschaft zwischen chemischer Industrie und Wohnsiedlungen. Die Planungen sollten einerseits für die Industrie einen möglichst großen Spielraum zur weiteren Entwicklung schaffen und andererseits dem berechtigten Anspruch der Bevölkerung auf gesunde Wohnverhältnisse Rechnung tragen. Deshalb wurden parallel zu den Flächennutzungsplänen zehn Einzelbebauungspläne (einschließlich der zugehörigen Grünordnungspläne) entwickelt. Vor allem in den Randbereichen des Werkes wurde so eine eingeschränkte industrielle Nutzung festgesetzt, die dem Schutz der umliegenden Wohngebiete gilt.

Darüber hinaus wurde geprüft, ob die Entwicklung des Werkes europäische Schutzgebiete (Vogelschutz- und FFH-Gebiete) in der angrenzenden Saaleaue beeinträchtigt.

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