Für das Stadtgebiet Bitterfeld-Wolfen erstellt Hildegard Ebert einen Flächennutzungsplan. Die Stadt wurde 2007 durch den Zusammenschluss der Städte Bitterfeld und Wolfen sowie der Gemeinden Greppin, Holzweißig und Thalheim gebildet. 2009 kam Bobbau hinzu.

Eine große Herausforderung für die weitere Planung besteht in den gravierenden Bevölkerungsverlusten der vergangenen Jahre, insbesondere in der Plattenbausiedlung Wolfen-Nord. Die Bevölkerungsprognose macht einen umfangreichen Rückbau erforderlich. Bisher geplante Wohnflächen werden reduziert und an den künftigen Bedarf angepasst.

Im Planungsprozess müssen unterschiedliche Interessen bei der Flächennutzung abgewogen werden. Die Planerinnen berücksichtigen die Neuansiedlung bedeutender Industrieunternehmen ebenso wie die Rekultivierung von ehemaligen Bergbauflächen. Sie sollen in Zukunft auch überregional der Freizeit und Erholung dienen. Ein Hauptziel der Stadtentwicklung ist die Stärkung der Stadtteilzentren in den Ortsteilen Bitterfeld und Wolfen.

In einem begleitenden Umweltbericht betrachtet Anke Strehl die ökologischen Auswirkungen der neu geplanten Flächen. Die gewachsene Nachbarschaft von Industrie und Wohnen bildet dabei einen wesentlichen Bestandteil. Stützen konnte sie sich mit ihren Ausführungen u. a. auf den von ihr parallel erstellten Landschaftsplan für die Gemarkungen Bitterfeld und Holzweißig.

Der Flächennutzungsplan wurde genehmigt und hat seit Juli 2012 Rechtskraft. Aufgrund aktueller Entwicklungen u. a. im ChemiePark Bitterfeld-Wolfen wird er seit 2013 von den Planerinnen in Teilbereichen fortgeschrieben.

Während es sich bei dem Flächennutzungsplan Bitterfeld-Wolfen um eine Neuaufstellung handelte, kann StadtLandgrün auch umfangreiche Erfahrungen im Rahmen von Ergänzungsverfahren aufweisen, so beispielsweise für die im Zuge der Gebietsreform neu gebildeten Einheitsgemeinden Kabelsketal, Schkopau und Zörbig.

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